Weihnachtsbotschaft

Veröffentlicht Dezember 21, 2016 | Update 21. Dezember 2016

Irgendetwas an der Weihnachtszeit packt mich jedes Jahr, immer wieder. Sie hält mir einen Spiegel vor, in dem ich sehe, wie ich gerne sein möchte und auch, wie ich gerade bin. Ich wäre gerne ein guter Ehemann, ein guter Vater, ein guter Unternehmer, ein treuer Freund, großzügig und angenehm. Schaffe ich irgendetwas davon? Genau dieser Frage entkomme ich zu Weihnachten nicht.

Die folgenden sechs Ideen haben das Potential, unseren tatsächlichen Lebenserfolg näher an unsere Hoffnungen und Wünsche zu bringen.

1/ Wenn Dinge schlecht laufen, dann suche die Ursache bei Dir selbst.

Unermüdlich wies der Meister auf die Tatsache hin, dass wir die Meister unseres Schicksals sind. Nie behauptete er, er hätte jemanden geheilt. Immer war es ihm wichtig, darauf hinzuweisen, dass es das Glaubenssystem des Behandelten war, das die Heilung ermöglichte. Wie anders agiert unsere Kultur! Wir suchen – egal was passiert – immer Schuldige. Aber niemand zwingt uns, dabei mitzumachen. Es steht uns frei, welchen Rat wir annehmen. Als enorm hilfreich hat sich die Frage erwiesen: „Warum passiert das gerade mir?“

2/ Wenn Dinge gut laufen, dann suche die Ursache außerhalb von Dir.

Das ist unabhängig von der Verankerung in den heiligen Büchern der Welt ein Rezept vieler erfolgreicher Manager. Sie erkennen hinter jedem Erfolg den entscheidenden Beitrag ihrer Teams und werden nicht müde, diesen herauszustreichen. Wie klein und aufgeblasen wirken daneben die Damen und Herren, die sich im eigenen Erfolg sonnen. Es ist eine Grundsatzentscheidung, die man einmal im Leben trifft, welcher Kategorie man angehören möchte.

3/ Geben ist seliger denn Nehmen.

Das ist keine abgehobene religiöse Regel, um damit die Himmelswächter bestechen zu können. Es ist ein tiefer Einblick in die Mechanik der Welt, der zu dieser Feststellung führte. Wenn ich Präsentationen erlebe, bei denen die beteiligten ManagerInnen unter Verwendung bunter Tabellen und steil aufstrebender Trendgrafiken darüber beraten, wie sie am besten an den erkannten Trends profitieren können, dann wird mir immer klar, wie unterschiedlich man die Welt erleben kann. Wie völlig anders wären diese Präsentationen, würde man darüber beraten, was man beitragen könnte. Statt der gewohnten Gier mit der immer präsenten Angst, zu wenig abzubekommen, entstünden Begeisterung und das Gefühl, an etwas Bedeutendem mitzuwirken. Nebenbei bemerkt wäre der dabei zu erwirtschaftende Gewinn weit höher, weil die Gesellschaft am liebsten denen etwas zurückgibt, die zuvor etwas beitragen.

4/ Auch Annehmen ist eine Kunst.

Mit dem weitverbreiteten Gutmenschentum habe ich nichts am Hut. Diejenigen, die mit großem Stolz ihr eigenes Wohl dem Wohl Anderer opfern und auf alle herabsehen, die das nicht tun, glauben an dieselbe Welt wie die von ihnen Verschmähten. Es ist die Welt des Nullsummenspieles, in der jemand verlieren muss, damit jemand Anderer gewinnen kann. Wie unendlich weit ist das von den Geschehnissen vor 2.000 Jahren entfernt! Nimm das an, was Dir angeboten wird. Denke daran, dass der Meister nicht zögerte, eine Hochzeitsfeier zu retten, indem er Wasser in Wein verwandelte, als den Feiernden der Stoff ausging.

5/ Im Zweifel tu immer das Richtige.

Dein Gehirn wird sofort fragen, „Ja, aber was ist denn das Richtige?“ und Manager würden antworten, dass ja ihre ganzen Kalkulationen und Budgets genau diesem Thema gewidmet seien, das Richtige zu tun. Weit gefehlt. Alle diese Bemühungen zielen ausschließlich darauf ab, das zu tun, was den eigenen Gewinn maximieren soll. Das Richtige ist ganz etwas Anderes. Es ist dem Gehirn unverständlich, weil die Kriterien für das Richtige sich schwer oder gar nicht in Zahlen fassen lassen. Für das Herz dagegen ist der Begriff klar. Er hat mit Anständigkeit zu tun, mit Fairness, mit dem, was alle gewinnen lässt. Spätestens, wenn Dir Deine Excel-Tabellen nicht mehr weiterhelfen, besinne Dich auf das, worauf Du später einmal stolz sein kannst.

6/ Denk an die goldene Regel.

Wenn wir alle anderen Regeln zusammenfassen, dann kommt als Ergebnis die goldene Regel heraus, die in unterschiedlichen Fassungen immer dasselbe besagt: Behandle andere Menschen so, wie Du behandelt werden möchtest. Wir alle wollen Chefs/Väter/Mütter, die ihre Erfolge mit uns teilen. Sei ein solcher Chef/Vater/Mutter. Wir alle wollen Chefs/Väter/Mütter, die uns bei Problemen beschützen, uns ermutigen und wieder aufrichten. Sei ein solcher Chef/Vater/Mutter. Wir alle lieben großzügige Menschen, die auch imstande sind, Lob ohne jede Spur von Überheblichkeit anzunehmen und wir wollen Menschen als Chef/Vater/Mutter, die anständig sind, mutig und verlässlich und die nicht bei jedem Gegenwind sofort umfallen. Sei ein solcher Chef/Vater/Mutter. Dann hast du jeden Tag Weihnachten.

Ihr
Manfred Winterheller


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