6 Ideen über das Umsetzen statt bloßem Denken

Veröffentlicht Februar 10, 2016 | Update 10. Februar 2016

Noch nie in der bekannten Menschheitsgeschichte wuchs das Wissen der Menschheit schneller als in den letzten 10 Jahren. Und noch nie war es für so viele Menschen so leicht zu diesem Wissen Zugang zu bekommen. E-books, Suchmaschinen, soziale Netzwerke, alles das müsste es doch möglich machen, Depressionen und Burn-outs zielsicher einzudämmen. Aber wenn wir unser Denken, unser Einstellungen und daraus folgend unser Verhalten nicht ändern, dann ist genau das Gegenteil der Fall. Die folgenden sechs Ideen liefern Munition für diejenigen, die mit dem durchschnittlichen Glücksniveau nicht mehr zufrieden sind.

Gebrauchsanleitung: Zu jeder der folgenden Ideen gibt es ein kleines To-do, eine Anregung, wie man anfangen kann, sie umzusetzen. Aber sechs To-dos sind schon wieder zu viel. Also entscheide Dich für eines davon, das welches Dir am wichtigsten für Dich erscheint.

 

Jetzt ist es amtlich: Unsere Gedanken beeinflussen die Gesundheit unseres Gehirns. Eine Yale-Studie weist nach, dass Menschen die negativ über das Altern denken, leichter Anzeichen von Alzheimer entwickeln (eine typische „Alters“-Erkrankung) als Menschen, die frei von diesen Vorurteilen sind. Vielleicht sollte man Alzheimer eher eine Gedanken- als eine Alterskrankheit nennen?

1/ Positive Gedanken halten das Gehirn gesund

Was sich elegant und „eh klar“ anhört, ist in der Praxis gar nicht so leicht. Die Nachrichten, die Gespräche zuerst zuhause und dann auch in der Kaffeeküche drehen sich fast ausschließlich um Probleme. Wir bewegen uns in einem Kreislauf aus Nörgeln, Zweifeln und Sorgen. Das radikal zu ändern ist praktisch unmöglich. Aber ein bewusster positiver Gedanke pro Tag, das ist machbar. Nimm eine Sache, die du normalerweise als aussichtslos beurteilst und formuliere einen positiven Ausgang. Wenn es Dir schwer fällt, dann hast du das richtige Thema ausgesucht.
Also: Ein bewusster positiver Gedanke pro Tag. Beginne jetzt.

2/ Lass negative Gedanken nicht zu

Du kannst nicht verhindern, dass Dich immer wieder negative Gedanken überfallen. Aber Du kannst verhindern, dass Du in ihnen badest. Dazu musst Du aber schnell und entschieden vorgehen. Auch eine ausgewachsene Negativ-Orgie beginnt als kleiner auslösender Gedanke. Oft sind es die immer gleichen Auslöser, die zu tiefen depressiven Anfällen oder zu Zorn und Wut führen. Wenn Du beginnst, den Anfang zu erkennen, dann kannst Du noch umkehren. Erst wenn die Gedanken in Dir Fahrt aufgenommen haben wie in einer Wasserrutsche, dann ist es schwer bis unmöglich. Ein aufgehaltener negativer Gedanke pro Tag ist anfangs genug.

Also: Wenn Du spürst, dass eine Negativlawine Dich hinunterziehen will, dann denk Dir so entschieden wie möglich: „Nein, da mach ich jetzt nicht mit.“ Immer wieder, bis der Anfall vorbei ist. Einmal pro Tag. Beginne jetzt.

 

Die längste je gemachte Studie zeigt: Unsere Beziehungen definieren unsere Zukunft. Eine Harvard-Studie begleitet eine ausgewählte Gruppe von Menschen seit nunmehr 75 Jahren. Obwohl diese Menschen aus zwei völlig unterschiedlichen sozialen Ebenen ausgesucht wurden, sind die Ergebnisse einheitlich. Wer in sicheren Beziehungen lebt, bleibt gesünder und glücklicher.

3/ Verbringe gezielt Zeit mit Menschen, die Dir gut tun und Dein Wachstum unterstützen

Menschen die uns gut tun, sind selten diejenigen, die uns belagern. Sie sind im Gegenteil meistens diejenigen, deren Gegenwart wir aktiv suchen müssen, weil sie uns nie belabern, anjammern oder als seelische Ablagen missbrauchen. Oft sind es die Mitarbeiter, die einfach funktionieren, nie Probleme machen und ruhig und konsequent ihre Arbeit tun, die wir völlig übersehen. Wir bemerken sie erst, wenn sie genug haben und woanders hin gehen. Da ist es doch eine gute Idee, wenn Du einmal täglich für fünf Minuten deinen Schreibtisch verlässt und mit einem dieser problemlosen Mitarbeiter ein paar Worte wechselst, oder? Fünf Minuten sind genug, sonst machst Du es nie wieder.

Also: Für fünf Minuten weg vom Schreibtisch und hin zu einem der Leute, die den Karren ziehen. Frag sie, ob Du was für sie tun kannst. Einmal täglich. Beginne jetzt.

4/ Minimiere die Zeit, die Du Deinen Energie-Vampiren opferst

Energie-Vampire sind Menschen, die Dich schwächen. Wie erkennst Du sie? Sie machen Dich klein und die Probleme groß. Sie zweifeln an jeder Chance und glauben an jede Gefahr. Sie leiden permanent ohne je etwas dagegen zu tun. Sie sind verliebt in das Negative, Schlechte, Aussichtslose. Es gibt ihnen einen offensichtlichen Kick, wenn sie etwas totreden können. Deine eigene Reaktion ist meistens der Impuls, ihnen zu helfen. Du erkennst nicht, dass das genau der Mechanismus ist, wie Vampire funktionieren. Sie machen Dich abhängig. Sie geben Dir das Gefühl, Du bist an allem schuld und Du musst Dich daher um sie kümmern. Das musst Du nicht! Lass einen Kontakt pro Tag oder pro Woche weg. Geh nicht ans Telefon, sei nicht erreichbar, steh nicht zur Verfügung.

Also: Sei nicht mehr durchgehend als Opfer zur Verfügung. Du hebst nicht ab, Du gehst nicht zur Tür, Du antwortest nicht auf WhatsApp. Du hast für einen Firmenvampir keine Zeit. Einmal pro Tag. Beginne jetzt.

 

Das Beste kommt zum Schluss: Du kannst die Frage vergessen, ob Du für das was Du tun willst wohl talentiert genug bist. Die relevante Frage lautet: bist Du bereit, dafür so hart zu arbeiten wie noch nie zuvor? Ist das was Du tun willst, so bedeutsam für Dich, dass Du dafür alles Andere zu opfern bereit bist?

5/ „Mangelndes Talent“ hat als Ausrede ausgedient: Üben ist der Schlüssel

Diese Zahl geistert um die Welt: 10.000 Stunden Training sind notwendig um auf irgendeinem Gebiet Weltklasse zu werden. K. Anders Ericsson, einer der führenden Experten auf dem Gebiet des Erwerbs von Exzellenz und Urheber dieser Zahl, fügt aber hinzu, dass manche klassischen Musiker 25.000 Stunden geübt haben. Sicher scheint zu sein, dass es enormer Anstrengung bedarf um die eigenen Anlagen so weit zu entwickeln, dass man sich auf sie wirklich unter allen Umständen verlassen kann. Dass es ergänzend dazu auch einer entsprechenden Einstellung bedarf, steht außer Zweifel. Aber Üben ist mal ein guter Anfang und ehrlich gesagt auch viel leichter zu tun als die innere Einstellung zu erwerben, die man für das Siegen braucht.

Also: Entscheide Dich für etwas, das Dir wirklich Spaß machen könnte und entscheide Dich, dafür auch was zu tun. Entscheide Dich für eine bestimmte Zeitspanne, in der Du daran arbeiten wirst. Ein Tag ist zu kurz, 10 Jahre sind zu lang ☺. Entscheide jetzt.

6/ Vergiss den Big Bang: Viele kleine Schritte führen in Summe viel weiter als eine einzige Gewaltanstrengung

Es ist zugegebenermaßen unmodern und geradezu uncool, sich nicht gleich himmelhohe Ziele zu setzen, sondern ganz klein – wirklich klein (!) – zu beginnen. 400 m Gehen pro Tag, das hört sich nun wirklich nicht hipp an. Wie ganz anders klingt da der Plan, 5 km am Tag zu rennen und dann gleich beim ersten Marathon unter 3 Stunden zu bleiben. Aber leider wird aus diesem Plan meistens nichts. Die fünf Kilometer sind für einen Anfänger geradezu ewig weit und auch der Zeitbedarf ist nicht zu unterschätzen. Die 5 Kilometer machen nur auf der Party, auf der sie beschlossen wurden, echt was her. Sie versagen danach in der Realität. Gewinner an der Startlinie, aber Verlierer an der Ziellinie, die wahrscheinlich gar nie gesehen wird. Der einzelne Schritt ist weitgehend belanglos, das Wesentliche ist das Durchhalten. Und genau dieses Durchhalten klappt mit kleinen Schritten unendlich leichter. Beginne mit der kleinstmöglichen Einheit und bleib dran, wochen-, monate- vielleicht jahrelang. Das ändert alles.

Also: Nimm Deine Entscheidung aus Punkt 5 und definiere einen ganz kleinen Umsetzungsschritt, den kleinsten der Dir denkbar erscheint, so klein, dass Du niemandem davon erzählen magst, weil man Dich auslachen würde. Und dann setze diesen Minischritt um. Regelmäßig, verlässlich, gnadenlos. Das wird Dir enormes Selbstvertrauen geben. Beginne jetzt.


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