Weihnachtsbotschaft

Veröffentlicht Dezember 21, 2016 | Update 21. Dezember 2016

Irgendetwas an der Weihnachtszeit packt mich jedes Jahr, immer wieder. Sie hält mir einen Spiegel vor, in dem ich sehe, wie ich gerne sein möchte und auch, wie ich gerade bin. Ich wäre gerne ein guter Ehemann, ein guter Vater, ein guter Unternehmer, ein treuer Freund, großzügig und angenehm. Schaffe ich irgendetwas davon? Genau dieser Frage entkomme ich zu Weihnachten nicht.

Die folgenden sechs Ideen haben das Potential, unseren tatsächlichen Lebenserfolg näher an unsere Hoffnungen und Wünsche zu bringen.

1/ Wenn Dinge schlecht laufen, dann suche die Ursache bei Dir selbst.

Unermüdlich wies der Meister auf die Tatsache hin, dass wir die Meister unseres Schicksals sind. Nie behauptete er, er hätte jemanden geheilt. Immer war es ihm wichtig, darauf hinzuweisen, dass es das Glaubenssystem des Behandelten war, das die Heilung ermöglichte. Wie anders agiert unsere Kultur! Wir suchen – egal was passiert – immer Schuldige. Aber niemand zwingt uns, dabei mitzumachen. Es steht uns frei, welchen Rat wir annehmen. Als enorm hilfreich hat sich die Frage erwiesen: „Warum passiert das gerade mir?“

2/ Wenn Dinge gut laufen, dann suche die Ursache außerhalb von Dir.

Das ist unabhängig von der Verankerung in den heiligen Büchern der Welt ein Rezept vieler erfolgreicher Manager. Sie erkennen hinter jedem Erfolg den entscheidenden Beitrag ihrer Teams und werden nicht müde, diesen herauszustreichen. Wie klein und aufgeblasen wirken daneben die Damen und Herren, die sich im eigenen Erfolg sonnen. Es ist eine Grundsatzentscheidung, die man einmal im Leben trifft, welcher Kategorie man angehören möchte.

3/ Geben ist seliger denn Nehmen.

Das ist keine abgehobene religiöse Regel, um damit die Himmelswächter bestechen zu können. Es ist ein tiefer Einblick in die Mechanik der Welt, der zu dieser Feststellung führte. Wenn ich Präsentationen erlebe, bei denen die beteiligten ManagerInnen unter Verwendung bunter Tabellen und steil aufstrebender Trendgrafiken darüber beraten, wie sie am besten an den erkannten Trends profitieren können, dann wird mir immer klar, wie unterschiedlich man die Welt erleben kann. Wie völlig anders wären diese Präsentationen, würde man darüber beraten, was man beitragen könnte. Statt der gewohnten Gier mit der immer präsenten Angst, zu wenig abzubekommen, entstünden Begeisterung und das Gefühl, an etwas Bedeutendem mitzuwirken. Nebenbei bemerkt wäre der dabei zu erwirtschaftende Gewinn weit höher, weil die Gesellschaft am liebsten denen etwas zurückgibt, die zuvor etwas beitragen.

4/ Auch Annehmen ist eine Kunst.

Mit dem weitverbreiteten Gutmenschentum habe ich nichts am Hut. Diejenigen, die mit großem Stolz ihr eigenes Wohl dem Wohl Anderer opfern und auf alle herabsehen, die das nicht tun, glauben an dieselbe Welt wie die von ihnen Verschmähten. Es ist die Welt des Nullsummenspieles, in der jemand verlieren muss, damit jemand Anderer gewinnen kann. Wie unendlich weit ist das von den Geschehnissen vor 2.000 Jahren entfernt! Nimm das an, was Dir angeboten wird. Denke daran, dass der Meister nicht zögerte, eine Hochzeitsfeier zu retten, indem er Wasser in Wein verwandelte, als den Feiernden der Stoff ausging.

5/ Im Zweifel tu immer das Richtige.

Dein Gehirn wird sofort fragen, „Ja, aber was ist denn das Richtige?“ und Manager würden antworten, dass ja ihre ganzen Kalkulationen und Budgets genau diesem Thema gewidmet seien, das Richtige zu tun. Weit gefehlt. Alle diese Bemühungen zielen ausschließlich darauf ab, das zu tun, was den eigenen Gewinn maximieren soll. Das Richtige ist ganz etwas Anderes. Es ist dem Gehirn unverständlich, weil die Kriterien für das Richtige sich schwer oder gar nicht in Zahlen fassen lassen. Für das Herz dagegen ist der Begriff klar. Er hat mit Anständigkeit zu tun, mit Fairness, mit dem, was alle gewinnen lässt. Spätestens, wenn Dir Deine Excel-Tabellen nicht mehr weiterhelfen, besinne Dich auf das, worauf Du später einmal stolz sein kannst.

6/ Denk an die goldene Regel.

Wenn wir alle anderen Regeln zusammenfassen, dann kommt als Ergebnis die goldene Regel heraus, die in unterschiedlichen Fassungen immer dasselbe besagt: Behandle andere Menschen so, wie Du behandelt werden möchtest. Wir alle wollen Chefs/Väter/Mütter, die ihre Erfolge mit uns teilen. Sei ein solcher Chef/Vater/Mutter. Wir alle wollen Chefs/Väter/Mütter, die uns bei Problemen beschützen, uns ermutigen und wieder aufrichten. Sei ein solcher Chef/Vater/Mutter. Wir alle lieben großzügige Menschen, die auch imstande sind, Lob ohne jede Spur von Überheblichkeit anzunehmen und wir wollen Menschen als Chef/Vater/Mutter, die anständig sind, mutig und verlässlich und die nicht bei jedem Gegenwind sofort umfallen. Sei ein solcher Chef/Vater/Mutter. Dann hast du jeden Tag Weihnachten.

Ihr
Manfred Winterheller


6 Gründe, sich neu und intensiv mit dem Thema Führung zu befassen

Veröffentlicht August 31, 2016 | Update 31. August 2016

In über 30 Jahren der theoretischen und praktischen Befassung mit dem Thema Führung wurde mir eines ganz klar: Führung ist der Schlüsselbegriff für unsere Zukunft als Menschheit. Wenn wir dieses Thema nicht in den Griff kriegen, dann werden unsere Familien genauso zerfallen wie unsere politischen Systeme. Wenn wir seine Bedeutung begreifen, dann können wir diesen Zerfall verhindern und nur dann werden wir unsere beeindruckenden technologischen Entwicklungen auch noch in der Zukunft genießen.

Wir können dem Begriff Führung nicht entkommen. Das gilt für die Familie in ganz gleicher Weise wie für das Berufsleben. Große Teile mechanischer Arbeit werden mehr und mehr von Maschinen erledigt werden. Die übergeordnete Sorge um das Wohl der Gruppe wird aber niemals programmiert werden können. Sie bleibt auf Dauer ein spezifisch menschliches Element, von dessen Funktionieren unsere Existenz abhängen wird. In den folgenden sechs Bemerkungen untermauere ich diese Behauptung etwas detaillierter.

Wenn Sie sich für Führung interessieren, sind unser Abend in Velden und die verschiedenen Varianten unseres Führungskurses ideale Möglichkeiten.

1/ Unsere Sichtweise von Führung muss sich dringend ändern

Jüngste Untersuchungen zeigen für Deutschland erschreckende Zahlen, was die Identifikation und Loyalität von Mitarbeitern betrifft. Nur 15% der Mitarbeiter unterstützen ihren Arbeitgeber aus vollem Herzen. 15% sind bereit, ihm aktiv zu schaden, der Rest ist irgendwo unentschieden dazwischen. Das ist kein Mitarbeiterproblem, das ist ein Führungsproblem. Die Einstellung wächst nicht von unten nach oben, sie tropft von oben nach unten.

2/ Führung ist eine soziale Funktion, keine kulturelle Erfindung

Führung ist überall existent, wo Menschen sich für ein gemeinsames Ziel zusammentun. Das kann eine Familie sein, eine Gruppe von Jugendlichen auf der Suche nach einem Wochenend-Erlebnis, ein Unternehmen. Immer geben einige wenige den Ton an und der Rest macht mit. Wenn diese Führung nicht bewusst besetzt wird, dann setzen sich die Lautesten und Skrupellosesten durch. Dass das nicht zwangsläufig immer die am besten Geeignetsten sein werden, liegt auf der Hand. Erst wenn mehr Menschen Führung bewusst lernen, können wir diese Tendenz umkehren.

3/ Führung ist immer und überall

Führung kann man nicht entkommen. Wer nicht führt, wird geführt. Wir alle sind ständig betroffen. Das beginnt in der kleinsten Zelle, der Familie und setzt sich fort bis in die Politik. Das bedeutet aber nicht, dass das, was wir als Führung erleben, dem ursprünglichen Begriff auch nur nahe kommt. Das mehr von Launen, Moden und Trends als von Zielen abhängige Agieren auf vielen Ebenen ist wie eine Karikatur dessen, was Führung sein soll. Woher wir wissen können, wie Führung gedacht ist? Sie ist eine Erfindung der Natur, nicht der viel jüngeren menschlichen Kultur. Wir können den ursprünglichen Gedanken daher anhand vergleichbarer natürlicher Systeme wiederfinden.

4/ Bewusste Führung, die sich an der Evolution des Begriffes orientiert, hat enorme Auswirkungen

Gute Führung ändert die grundlegenden Parameter des Zusammenlebens. Weil sie die Menschen auf einer tiefen Ebene beruhigt, verschwinden zahllose der heute tagtäglichen Probleme zwischen den Menschen wie von selbst. Sie müssen nicht gelöst werden, weil die Gründe für ihr Erscheinen nicht mehr gegeben sind. Zahlreiche vorher beunruhigende und ernste Probleme tauchen schlichtweg nicht mehr auf. Das kann – und soll – man nicht einfach glauben. Das muss man selbst ausprobieren und erfahren.

5/ Führung ist lernbar

Die Frage, ob man Führung lernen kann, bewegt viele angehende Führungskräfte. Sie glauben an die Bedeutung angeborener Talente. Aber wie bei allem was man lernen möchte, ist Interesse, oder besser noch ein intensiver Wunsch, die wesentlichste Voraussetzung. Dieser innere Antrieb liefert den Treibstoff für jede Veränderung in den eigenen Einstellungen und im Verhalten. Forschungen zeigen, dass durch diesen inneren Wunsch die Effizienz jeder eingesetzten Stunde um mehrere hundert Prozent zunimmt. Hohe innere Motivation ohne angeborene Besonderheiten ermöglicht erstaunliche Ergebnisse, angeborenes Talent ohne innere Motivation stößt schnell an ihre Grenzen.

6/ Üben und Strategie sind die Zauberworte

Konsequentes Üben ist die Basis jedes Erfolges. Aber ohne richtige Strategie verpufft auch die größte Mühe. Das ist die zentrale Begründung für unsere Web-Kurse. Statt mehrtägiger intensiver Seminare, kommen die einzelnen Einheiten über einen Zeitraum von rund neun Monaten. Zwischen den Einheiten ist ausreichend Zeit für Reflexion und Praxis. Die in zwei bis drei Wochen wiederkehrenden Termine halten die Teilnehmer am Thema dran. Weil jede Einheit während der Kursdauer beliebig oft gehört werden kann, kann jede/r TeilnehmerIn sich intensiv mit jedem Thema auseinandersetzen. Mit rund 20 Stunden Üben kann man sich fast jede Technik grundlegend aneignen, mit rund 350 Stunden Üben bringt man es zum Experten. In beiden Fällen steht am Anfang eine klare Entscheidung, es anzugehen.


Sechs Ideen zur Zielerreichung

Veröffentlicht Juni 29, 2016 | Update 29. Juni 2016

Es hört sich so leicht und selbstverständlich an: wir müssen Ziele haben, um erfolgreich zu sein. Praktisch aber bleiben wir allzu leicht irgendwo im Prozess des Zielefindens stecken. Manchmal taucht einfach nichts Passendes auf.

Wir sind zwar mit dem wie es gerade ist, nicht wirklich zufrieden, aber was wir anders wollen, das ist dann auch nicht so leicht zu definieren. Wir drehen uns im Kreis: „Eigentlich würde ich gerne was ändern, aber andererseits habe ich es so auch nicht schlecht . . .“. Die folgenden sechs Ideen zeigen einen Ausweg. Wir müssen ins Handeln kommen. Oder anders gesagt: Denken ist nicht schlecht, hilft aber meistens nichts ☺. Also geh es an!

1/ Handeln ist unverzichtbar

Nur durch Handeln, also durch zielgerichtete erste Schritte, entkommt man dem Denken im Hamsterrad. Nur durch Denken kann man kaum einmal eine sichere Entscheidung treffen. Man muss vom Denken ins Ausprobieren kommen. Hätte Edison nur nachgedacht, würden wir heute noch bei Kerzenschein lesen. Sobald wir handeln, kommt die Sache ins Laufen. Vorher nicht!

Wenn Du Dich zwischen Deinen verschiedenen Wünschen nicht entscheiden kannst, beginne damit, einen davon umzusetzen. Dir wird schnell klar werden, ob es der richtige ist.

2/ Entscheiden dauert nur den Bruchteil einer Sekunde

Warum handeln wir so ungern und denken so gerne? Weil wir Angst vor Fehlern haben! Solange wir nur denken, passiert nichts und kann nichts schiefgehen. Wir sammeln Informationen und eiern hilflos einmal hierhin und dann wieder dahin, je nach den letzten Informationen. Wir nennen das die Entscheidungsphase. Das stimmt aber nicht. Entscheiden geht schnell. Es sieht so aus: „Ja, das mache ich!“ oder „Nein, das mache ich nicht!“. Alles Andere ist nur das Hinausschieben genau dieser wenigen Augenblicke, in denen wir unsere Welt tatsächlich verändern.

Sag „ja“ oder „nein“ und hör auf, Dich tagelang wegen irgendwelcher Kleinigkeiten mit „soll ich oder soll ich nicht?“ zu quälen.

3/ Fehler sind unvermeidbar

Das bloße Wort „Fehler“ jagt den meisten Menschen schon kalte Schauer über den Rücken. Das ist unsagbar dumm. Fehler sind der zentrale Bestandteil des Lernens. Hätte David Garrett versucht, immer nur das zu spielen, was er schon fehlerfrei konnte, hätte er es wohl nicht einmal zu einem simplen Kinderlied gebracht. Fehler sind der ganz normale Bestandteil jedes Entwicklungsprozesses. Hätte Gottlieb Daimler den ersten vierrädrigen Benzinwagen erst dann zu bauen gewagt, als er so aussah wie ein heutiger AMG Mercedes, dann würden wir heute noch in Pferdekutschen reisen.

Geh es an, was immer es ist, das Dich reizt. Du musst ja nicht gleich alles hinwerfen und bei null beginnen, aber riskiere es Fehler zu machen.

4/ Große Ziele und kleine Schritte sind die optimale Kombination

Es ist nicht der einzelne Schritt, der über das Ergebnis entscheidet, sondern die Ausdauer, die tausende kleine Schritte aneinanderreiht. Große Schritte ermüden Dich und laugen Deine Willenskraft aus. Mit kleinen Schritten baust Du Gewohnheiten auf, die wie von selbst funktionieren. Auf diese Weise lernst Du, an einer Sache dran zu bleiben und das ist die entscheidende Fähigkeit.

Beginne so klein wie Du nur kannst. 200m hin und zurück täglich, 1 Damenliegestütz täglich, 1 Seite täglich bei einer Diplomarbeit, das sind Aktionen, die kannst Du langfristig durchhalten.

5/ Ausnahmen sind gefährlich

Wenn Du Dir etwas vornimmst, dann kommt schnell die Versuchung, es mal nicht so genau zu nehmen. Heute einmal kein Sport, das ist doch kein Malheur. Das stimmt. Ob Du heute Sport machst oder nicht, das weißt du schon in wenigen Wochen nicht mehr. Die Gefahr liegt aber nicht im ausbleibenden Trainingseffekt. Die Gefahr liegt darin, Deine Konsequenz zu unterlaufen. Schneller als gedacht wird aus dem einmaligen Aufschieben eine Gewohnheit. Und das war´s dann mit dem Ziel.

Lass speziell anfangs keine Ausnahmen zu. Besser ist es, Du planst von Anfang an einen Pausentag ein, den Du dann aber ebenfalls konsequent einhalten solltest.

6/ Nimm Dir alle Hilfe, die Du kriegen kannst

Meide den Kontakt mit negativen Menschen. Sie ziehen Dich hinunter. Suche den Kontakt mit positiven Menschen, die dich ermutigen und in Deinen Plänen stärken. Lies nur konstruktive Sachen, die Dich in Deinen Absichten bestärken und lass alles weg, was Dich mutlos macht. Verwende die Handy-App GOALIFY aus Deinem App-Store, dann hast Du Deinen persönlichen Coach immer dabei

Definiere ein klares Ziel mit klaren kleinen regelmäßigen Schritten und tracke Deinen Fortschritt in GOALIFY. Das kostet nicht einmal Geld und bringt Dich Deinen Zielen entscheidend näher


6 Ideen über das Umsetzen statt bloßem Denken

Veröffentlicht Februar 10, 2016 | Update 10. Februar 2016

Noch nie in der bekannten Menschheitsgeschichte wuchs das Wissen der Menschheit schneller als in den letzten 10 Jahren. Und noch nie war es für so viele Menschen so leicht zu diesem Wissen Zugang zu bekommen. E-books, Suchmaschinen, soziale Netzwerke, alles das müsste es doch möglich machen, Depressionen und Burn-outs zielsicher einzudämmen. Aber wenn wir unser Denken, unser Einstellungen und daraus folgend unser Verhalten nicht ändern, dann ist genau das Gegenteil der Fall. Die folgenden sechs Ideen liefern Munition für diejenigen, die mit dem durchschnittlichen Glücksniveau nicht mehr zufrieden sind.

Gebrauchsanleitung: Zu jeder der folgenden Ideen gibt es ein kleines To-do, eine Anregung, wie man anfangen kann, sie umzusetzen. Aber sechs To-dos sind schon wieder zu viel. Also entscheide Dich für eines davon, das welches Dir am wichtigsten für Dich erscheint.

 

Jetzt ist es amtlich: Unsere Gedanken beeinflussen die Gesundheit unseres Gehirns. Eine Yale-Studie weist nach, dass Menschen die negativ über das Altern denken, leichter Anzeichen von Alzheimer entwickeln (eine typische „Alters“-Erkrankung) als Menschen, die frei von diesen Vorurteilen sind. Vielleicht sollte man Alzheimer eher eine Gedanken- als eine Alterskrankheit nennen?

1/ Positive Gedanken halten das Gehirn gesund

Was sich elegant und „eh klar“ anhört, ist in der Praxis gar nicht so leicht. Die Nachrichten, die Gespräche zuerst zuhause und dann auch in der Kaffeeküche drehen sich fast ausschließlich um Probleme. Wir bewegen uns in einem Kreislauf aus Nörgeln, Zweifeln und Sorgen. Das radikal zu ändern ist praktisch unmöglich. Aber ein bewusster positiver Gedanke pro Tag, das ist machbar. Nimm eine Sache, die du normalerweise als aussichtslos beurteilst und formuliere einen positiven Ausgang. Wenn es Dir schwer fällt, dann hast du das richtige Thema ausgesucht.
Also: Ein bewusster positiver Gedanke pro Tag. Beginne jetzt.

2/ Lass negative Gedanken nicht zu

Du kannst nicht verhindern, dass Dich immer wieder negative Gedanken überfallen. Aber Du kannst verhindern, dass Du in ihnen badest. Dazu musst Du aber schnell und entschieden vorgehen. Auch eine ausgewachsene Negativ-Orgie beginnt als kleiner auslösender Gedanke. Oft sind es die immer gleichen Auslöser, die zu tiefen depressiven Anfällen oder zu Zorn und Wut führen. Wenn Du beginnst, den Anfang zu erkennen, dann kannst Du noch umkehren. Erst wenn die Gedanken in Dir Fahrt aufgenommen haben wie in einer Wasserrutsche, dann ist es schwer bis unmöglich. Ein aufgehaltener negativer Gedanke pro Tag ist anfangs genug.

Also: Wenn Du spürst, dass eine Negativlawine Dich hinunterziehen will, dann denk Dir so entschieden wie möglich: „Nein, da mach ich jetzt nicht mit.“ Immer wieder, bis der Anfall vorbei ist. Einmal pro Tag. Beginne jetzt.

 

Die längste je gemachte Studie zeigt: Unsere Beziehungen definieren unsere Zukunft. Eine Harvard-Studie begleitet eine ausgewählte Gruppe von Menschen seit nunmehr 75 Jahren. Obwohl diese Menschen aus zwei völlig unterschiedlichen sozialen Ebenen ausgesucht wurden, sind die Ergebnisse einheitlich. Wer in sicheren Beziehungen lebt, bleibt gesünder und glücklicher.

3/ Verbringe gezielt Zeit mit Menschen, die Dir gut tun und Dein Wachstum unterstützen

Menschen die uns gut tun, sind selten diejenigen, die uns belagern. Sie sind im Gegenteil meistens diejenigen, deren Gegenwart wir aktiv suchen müssen, weil sie uns nie belabern, anjammern oder als seelische Ablagen missbrauchen. Oft sind es die Mitarbeiter, die einfach funktionieren, nie Probleme machen und ruhig und konsequent ihre Arbeit tun, die wir völlig übersehen. Wir bemerken sie erst, wenn sie genug haben und woanders hin gehen. Da ist es doch eine gute Idee, wenn Du einmal täglich für fünf Minuten deinen Schreibtisch verlässt und mit einem dieser problemlosen Mitarbeiter ein paar Worte wechselst, oder? Fünf Minuten sind genug, sonst machst Du es nie wieder.

Also: Für fünf Minuten weg vom Schreibtisch und hin zu einem der Leute, die den Karren ziehen. Frag sie, ob Du was für sie tun kannst. Einmal täglich. Beginne jetzt.

4/ Minimiere die Zeit, die Du Deinen Energie-Vampiren opferst

Energie-Vampire sind Menschen, die Dich schwächen. Wie erkennst Du sie? Sie machen Dich klein und die Probleme groß. Sie zweifeln an jeder Chance und glauben an jede Gefahr. Sie leiden permanent ohne je etwas dagegen zu tun. Sie sind verliebt in das Negative, Schlechte, Aussichtslose. Es gibt ihnen einen offensichtlichen Kick, wenn sie etwas totreden können. Deine eigene Reaktion ist meistens der Impuls, ihnen zu helfen. Du erkennst nicht, dass das genau der Mechanismus ist, wie Vampire funktionieren. Sie machen Dich abhängig. Sie geben Dir das Gefühl, Du bist an allem schuld und Du musst Dich daher um sie kümmern. Das musst Du nicht! Lass einen Kontakt pro Tag oder pro Woche weg. Geh nicht ans Telefon, sei nicht erreichbar, steh nicht zur Verfügung.

Also: Sei nicht mehr durchgehend als Opfer zur Verfügung. Du hebst nicht ab, Du gehst nicht zur Tür, Du antwortest nicht auf WhatsApp. Du hast für einen Firmenvampir keine Zeit. Einmal pro Tag. Beginne jetzt.

 

Das Beste kommt zum Schluss: Du kannst die Frage vergessen, ob Du für das was Du tun willst wohl talentiert genug bist. Die relevante Frage lautet: bist Du bereit, dafür so hart zu arbeiten wie noch nie zuvor? Ist das was Du tun willst, so bedeutsam für Dich, dass Du dafür alles Andere zu opfern bereit bist?

5/ „Mangelndes Talent“ hat als Ausrede ausgedient: Üben ist der Schlüssel

Diese Zahl geistert um die Welt: 10.000 Stunden Training sind notwendig um auf irgendeinem Gebiet Weltklasse zu werden. K. Anders Ericsson, einer der führenden Experten auf dem Gebiet des Erwerbs von Exzellenz und Urheber dieser Zahl, fügt aber hinzu, dass manche klassischen Musiker 25.000 Stunden geübt haben. Sicher scheint zu sein, dass es enormer Anstrengung bedarf um die eigenen Anlagen so weit zu entwickeln, dass man sich auf sie wirklich unter allen Umständen verlassen kann. Dass es ergänzend dazu auch einer entsprechenden Einstellung bedarf, steht außer Zweifel. Aber Üben ist mal ein guter Anfang und ehrlich gesagt auch viel leichter zu tun als die innere Einstellung zu erwerben, die man für das Siegen braucht.

Also: Entscheide Dich für etwas, das Dir wirklich Spaß machen könnte und entscheide Dich, dafür auch was zu tun. Entscheide Dich für eine bestimmte Zeitspanne, in der Du daran arbeiten wirst. Ein Tag ist zu kurz, 10 Jahre sind zu lang ☺. Entscheide jetzt.

6/ Vergiss den Big Bang: Viele kleine Schritte führen in Summe viel weiter als eine einzige Gewaltanstrengung

Es ist zugegebenermaßen unmodern und geradezu uncool, sich nicht gleich himmelhohe Ziele zu setzen, sondern ganz klein – wirklich klein (!) – zu beginnen. 400 m Gehen pro Tag, das hört sich nun wirklich nicht hipp an. Wie ganz anders klingt da der Plan, 5 km am Tag zu rennen und dann gleich beim ersten Marathon unter 3 Stunden zu bleiben. Aber leider wird aus diesem Plan meistens nichts. Die fünf Kilometer sind für einen Anfänger geradezu ewig weit und auch der Zeitbedarf ist nicht zu unterschätzen. Die 5 Kilometer machen nur auf der Party, auf der sie beschlossen wurden, echt was her. Sie versagen danach in der Realität. Gewinner an der Startlinie, aber Verlierer an der Ziellinie, die wahrscheinlich gar nie gesehen wird. Der einzelne Schritt ist weitgehend belanglos, das Wesentliche ist das Durchhalten. Und genau dieses Durchhalten klappt mit kleinen Schritten unendlich leichter. Beginne mit der kleinstmöglichen Einheit und bleib dran, wochen-, monate- vielleicht jahrelang. Das ändert alles.

Also: Nimm Deine Entscheidung aus Punkt 5 und definiere einen ganz kleinen Umsetzungsschritt, den kleinsten der Dir denkbar erscheint, so klein, dass Du niemandem davon erzählen magst, weil man Dich auslachen würde. Und dann setze diesen Minischritt um. Regelmäßig, verlässlich, gnadenlos. Das wird Dir enormes Selbstvertrauen geben. Beginne jetzt.


6 Ideen über was man tun und was man vermeiden sollte

Veröffentlicht Oktober 28, 2015 | Update 28. Oktober 2015

Liebe Freunde,

die zermürbende Kraft des Tagesgeschäfts lässt sich leichter besiegen, wenn wir uns immer wieder einmal auf ein paar wesentliche Aufgaben konzentrieren und ein paar mentale Sünden vermeiden.

Die nächsten sechs Ideen kombinieren diese Einsicht.

1/ Zu tun #1: Was habe ich mir vorgenommen?

Ich meine keine tiefgehende Gewissenserforschung, keine strategische Neuorientierung, sondern das ganz schlichte Umsetzen dessen, was wir ohnedies schon über uns und unsere Ziele wissen. Wenn wir uns vorgenommen haben, an unseren Führungsfähigkeiten zu arbeiten, dann haben wir jeden Tag im Umgang mit unseren Mitarbeitern dutzende Gelegenheiten dazu. Wenn wir uns vorgenommen haben, mehr Bewegung zu machen, dann können wir zu Fuß gehen statt den Lift zu nehmen. Lies dazu unbedingt auch Punkt 2.

2/ Zu tun #2: Weniger ist mehr, wenn es konstant ist

Ich habe im ersten Punkt das Beispiel mit dem Lift verwendet. Hier kommt die Ergänzung, die alles ändert: Fahr weiterhin mit dem Lift, aber steige ein Stockwerk früher oder später aus. Dieser Plan ist so einfach, dass er klappen muss. Der Erfolg ist damit sicher, wenn du nur über ein Mindestmaß an Motivation verfügst. Das gewöhnliche Gegenargument lautet, dass dieses eine Stockwerk zu lächerlich ist und keinen Unterschied macht. Aber genau das stimmt nicht. Jeden Werktag ein Stockwerk gehen statt fahren, das macht 250 Stockwerke pro Jahr. Und wenn Dich die Lust am Erfolg überkommt, dann hängst Du gelegentlich ein zweites Stockwerk an. Jeden Tag 5 mit einem Mitarbeiter im Gespräch verbrachte Minuten summieren sich zu beachtlichen 1.250 Minuten im Jahr, das ist eine gute halbe Arbeitswoche, die Du ausschließlich in Dein Team investierst.

3/ Zu tun #3: Konstanz statt Quälerei

Das passt lupenrein zu den ersten zwei Punkten. Das Geheimnis des Erfolges liegt in der Konstanz unserer Bemühungen und nicht darin, ob wir uns quälen. Das passt so gar nicht zu unserer Auffassung, dass jede wirksame Medizin bitter schmecken muss. Aber die Erfahrung sagt uns schon seit langem, dass wir die Quälerei einfach nicht lange genug durchhalten, um positive Resultate zu bekommen. Wir müssen uns auf Strategien konzentrieren, die wir langfristig durchstehen, dann – und nur dann – ist der Erfolg sicher.

4/ Zu vermeiden #1: Morgen fang ich an

Fang heute an. Wenn Du die ersten drei Regeln befolgst, dann ist dieser erste notwendige Schritt ganz klein. Er ist heute schon möglich. Wenn Du heute zu keinem mehr etwas Nettes sagen kannst, obwohl Du es Dir vorgenommen hast, dann kannst du eine Textnachricht schreiben. Und ein einziges Stockwerk gehen, das geht auch zu jeder Zeit. Gehe es an, gönne Dir den Erfolg. Und halte durch. Mache keine Ausnahmen. Wenn die einzelnen Schritte doch zu groß sind, dann verkleinere sie, aber lass sie nicht aus.

5/ Zu vermeiden #2: Delegieren der Verantwortung

Du allein bist für Dein Durchhalten verantwortlich. Auch wenn Ihr euch zu zweit auf einen Plan eingeschworen habt, bist Du für Deinen Teil weiterhin alleine zuständig. Tausende Pläne gehen den Bach hinunter, weil ein Partner nicht durchhält und aufgibt. Das ergibt natürlich eine wunderbare Ausrede für das eigene Scheitern: „Wenn XY nicht aufgegeben hätte, wären wir heute noch dran!“ Vergiss das. Auch wenn XY aufgibt, bleibst Du dran. Kleine Schritte – große Konsequenz. Das ist Deine Geheimwaffe.

6/Zu vermeiden #3: Tödlicher Ernst statt lebendiger Freude

Viele junge Menschen leben es uns vor. Sie verfolgen ihre Ziele mit einer Leichtigkeit, die man nur bewundern kann. Kilian Jornet, eine Ausnahmeerscheinung unter den Trailläufern, hat jüngst bei einem Lauf, den er am Ende überragend gewann, mitten im Wettkampf auf den Zweiten gewartet, damit ihnen beiden nicht langweilig wird. Das ist tief beeindruckend. So macht Laufen Spaß, so lacht aus den früher verkniffenen Mienen heute Begeisterung und Freude. Das können wir alle wieder lernen. Wenn Du mit einem Partner unterwegs bist, dann bestimmt der Schwächere das Tempo und alle können den Lauf genießen. Wenn wir diese Haltung auf das Business übertragen, dann werden wir am Ende nicht zu den bedauernswerten Opfern der Leistungsgesellschaft zählen und die Früchte unseres Tuns ernten können.

 

Wenn Dir diese Philosophie gefällt, dann bist Du bei unseren Veranstaltungen richtig. Dann solltest Du wirklich überlegen, vielleicht schon im November 2015 zum Seminar Mind-Management in Kitzbühel zu kommen. Es ist schade um jeden Tag, den Du vergeudest ohne Dich zu ändern.


Sechs Ideen für einen fantastischen Herbst 2015

Veröffentlicht September 23, 2015 | Update 23. September 2015

Ich hoffe, auch Sie sind erholt und voller Tatendrang aus dem Urlaub zurück. Genau so soll es sein. Ich möchte diese Zeit daher nutzen, ein paar Ideen zu präsentieren, wie wir diese Energie umsetzen können, ohne sie zu vergeuden.

1/ Klare Prioritäten

Das Tagesgeschäft zerrt mit tausend Details an unseren Nerven und an unserer Zeit. Wenn wir jeder Anforderung nachgeben, dann irren wir ziellos durch die Gegend, mal hierhin und mal dorthin eilend, ohne jedes erkennbare Ziel. Was wichtig ist, ist selten dringend. Und wenn es dann doch dringend wird, dann ist es meistens zu spät für überlegtes Handeln.

Wenn wir uns morgens überlegen, was an diesem speziellen Tag wichtig ist und wenn wir das dann erledigen, dann sind wir abends zufrieden. Wir werden vielleicht nicht alles erledigt haben, was nach uns gerufen hat, aber wir haben das erledigt, woran wir uns später noch erinnern werden: das, was uns wichtig war! Fünf Minuten am Morgen genügen!

2/ Mut zum Nein-sagen

Das ist das Schwerste für viele von uns. Wir können nicht nein sagen. Wir wollen es jedem recht machen, wollen nichts auslassen und überall dabei sein. Wir winden uns herum, machen halbherzige Zugeständnisse, die wir gleich danach bereuen, machen Zusagen, die wir dann nicht einhalten und – das ist das Schlimmste daran – wir geben damit die Führung eines weiteren Tages unseres Lebens aus der Hand.

Wir sollten jeden Tag wenigstens einmal zu uns selber und zu unseren inneren Entscheidungen stehen und höflich und bestimmt Nein sagen. Das muss man sich ganz klar vornehmen, sonst übernehmen die alten Gewohnheiten die Oberhand. Kommst du noch mit auf ein Bier? Nein, ich habe den Kindern (oder meiner Frau oder mir selber) versprochen, heute Abend daheim zu sein. So einfach kann es sein.

3/ Mut zum Ja-sagen

Wer nicht nein sagen kann, sagt in Wahrheit auch nie wirklich entschieden ja. Jedes Ja ist eine Absage an alle anderen Möglichkeiten. Wenn man sich wirklich für etwas entscheidet, schließt man damit alle anderen Alternativen aus. Erst dann hat man wirklich JA gesagt, wenn man nicht mehr nachdenkt und nicht mehr zweifelt. Die Idee, es könnte irgendwo eine bessere Chance geben, ist unwichtig, weil man aus keiner Chance der Welt was macht, solange man nicht gelernt hat, sich für ein klares JA zu entscheiden.

Entscheide Dich einmal am Tag, am besten morgens, für ein klares Ja zu einer Sache. Es muss keineswegs um etwas Weltbewegendes gehen. Entscheidend ist, dass die Entscheidung klar und endgültig ist und jeder Versuchung standhält.

4/ Kleine Schritte

Wenn wir von etwas begeistert sind, dann wollen wir oft gleich alles ändern. Kleine Schritte kommen uns dann lächerlich vor. Aber die Realität tickt anders. Wenn man einen hohen Berg besteigen will, vergrößert man nicht die Schrittlänge. Im Gegenteil: weil man weiß, dass es lange dauern wird, geht man umso sorgsamer mit der eigenen Kraft um. Das gilt für alles im Leben. Viele kleine Schritte führen viel weiter als wenige große Schritte, die einen nach kurzer Zeit überfordern.

Nehmen wir an, jemand möchte klarer und energischer auftreten. Statt sich vorzunehmen, das ab morgen durchgehend umzusetzen, ist es besser, jetzt sofort damit zu beginnen und eine einzelne (!) Anweisung klar und deutlich auszusprechen. Kein „Könnten Sie vielleicht…“ oder „Es wäre mir eine Hilfe, wenn Sie …“, sondern „Ich brauche das bis morgen 9.00 Uhr“. Und morgen kommt wieder ein Versuch. Nur ein Versuch pro Tag? Was soll das bringen? Das bringt genau 365 Übungen pro Jahr. Das ist deutlich mehr als 20 pro Tag, die schon am zweiten Tag ausfallen; angeblich nur vorübergehend („heute passt es grad gar nicht“), in Wahrheit aber auf Dauer.

5/ Kein Durchhalten

Durchhalten hört sich nach viel Mühe und Anstrengung an. Aber wir alle können durchhalten, wenn wir etwas gerne tun. Dann verwenden wir nicht einmal dieses schreckliche Wort. Niemand muss sich zum Durchhalten zwingen, wenn es um Schokolade oder ums Rauchen geht. Also müssen wir unsere Pläne so gestalten, dass sie leicht werden. Das passt genau zum Punkt 4, wo ich eine Aktion pro Tag vorgeschlagen habe. Und wenn der innere Kritiker laut wird und uns vorwirft, dass das dann ja leicht wäre, dann müssen wir ihm Recht geben. Es ist tatsächlich leicht, das ist das Wunderbare an dieser Technik.

Überprüfe einmal deine Vorsätze nach dieser Regel. Entsprechen sie der Forderung nach Leichtigkeit oder haben sie etwas Verbissenes an sich? Freust Du dich jeden Tag darauf oder hasst Du das was Du dir vorgenommen hast? Schraube Deine Forderungen an Dich selber herunter und schau, ob es Dir dann leichter fällt, sie zu erfüllen. Und höre nicht auf die innere Stimme, die Dich heruntermacht und antreibt.

6/ Erholung

Das ist ein unter Managern verpöntes Wort. Sie sind (angeblich) immer leistungsfähig. Sie sind stolz darauf, wenn sie die Nacht durchmachen und am nächsten Tag dennoch auf der Matte stehen und so tun als wären sie topfit. Was für ein pubertärer Unsinn. Niemand wird besser, wenn er oder sie sich nie erholt und ausruht. Weltklasseathleten trainieren rund 70% der Trainingszeit in einem entspannten Pulsbereich und nur 8% im wirklich harten obersten Level. Erstaunlicherweise gewinnen sie genau dadurch die Fähigkeit, dann an ihre absoluten Grenzen zu gehen, wenn es notwendig ist.

Einmal im Jahr Super-Erholung, das geht gar nicht. Es ist wichtig, die inneren Batterien immer wieder aufzuladen. Lebensfreude verlernt man, wenn man sie nicht pflegt. Kreativität und Begeisterung auch. Also plane konsequent jeden Tag ein paar Minuten ein, in denen Du nicht gestört werden darfst, nicht einmal von deinen eigenen inneren Antreibern. Ob es eine Runde um den Block oder ein Gespräch in der Kaffeeküche ist, sei in diesen Minuten immun gegen alles was nach Arbeit aussieht.

Ihr
Manfred Winterheller


Sechs Anregungen zum persönlichen Wachstum

Veröffentlicht August 18, 2015 | Update 18. August 2015

Wenn ich eine einzelne Eigenschaft wählen müsste, die die Grundlage für jeden Erfolg beinhaltet, dann wäre das der dringende Wunsch nach persönlicher Entwicklung. Diese geht immer einher mit einer Verbesserung der Lebensumstände. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass erfolgreiche Menschen schon die eigene Entwicklung genießen können, das Entwickeln der eigenen Fähigkeiten, das eigene Wachstum.

In den folgenden sechs Anregungen finden Sie Ideen, wie Sie dieses innere Bedürfnis konsequent weiterentwickeln können.

1/ Das Bedürfnis nach Wachstum ist angeboren

Ein kleines Kind lernt 24/7. Es liegt offenbar eine tiefe innere Befriedigung darin, sich weiter zu entwickeln. Die unzähligen Versuche eines Kleinkindes, sich auf die andere Seite drehen zu können und sich dann später auf alle Viere und dann sogar aufrecht bewegen zu lernen, sind zutiefst beeindruckend. Der Wunsch, Neues zu können, ist in einem kleinen Kind übermächtig. Es gibt keinen Grund, diesen Wunsch als Erwachsener nicht ebenso stark zu verspüren, Neues einfach deswegen lernen zu wollen, weil es neu ist. Es gibt keine größere Befriedigung als das Erreichen eines neuen Plateaus in einer bestimmten Fähigkeit. Alte Leute setzen sich auf eine Parkbank. Kinder wollen darauf balancieren. Aber das sind nur Gewohnheiten, die wir jederzeit ändern können.

2/ Erwecken Sie einen Ihrer Kindheitsträume wieder zum Leben

Die schlimmsten aller Killerphrasen lauten etwa so: darf ich das überhaupt? Steht mir das zu? Bin ich dafür nicht zu alt/zu jung/zu dick/zu arm/zu reich? Wir sollten uns immer wieder einmal fragen: was würde ich tun, wenn ich es mir aussuchen könnte? Eine Alpenüberquerung? Einen Trail-Lauf? Ein Instrument lernen? Ich kann mich an einen Kitzbühel-Teilnehmer erinnern, der mir am Musikabend einmal verriet, dass er vorhabe, ein Instrument zu lernen und damit ins Fernsehen zu kommen. Jetzt, wenige Jahre später, hat sich dieser Traum erfüllt. Es ist nie zu spät!

3/ Große Träume und kleine Schritte

Wir neigen dazu, in Anfällen von Arbeitswut alles radikal verändern zu wollen – in einem einzigen gigantischen Wurf. Leider bleibt es dann meistens bei dieser Absicht. Die Kraft und die Zeit für die Umsetzung finden sich höchstens bei ganz kleinen Projekten. Wenn es um Größeres geht, dann scheitern wir meist schon vor dem Beginn. Wir verschieben den Start wieder und wieder. Viel besser ist es, sich ganz kleine Schritte vorzunehmen. Ich nenne sie Stealth-Schritte, weil sie unter unserer inneren Widerstandsschwelle stattfinden. Diese kleinen Schritte können jederzeit erweitert werden. Aber sobald wir merken, dass wir in unserer Konsequenz nachlassen, müssen wir die Schritte sofort wieder verkleinern.

4/ Durchhalten ist alles

Steter Tropfen höhlt den Stein. Die erstaunliche Kraft des Wassers ist das wohl eindrucksvollste Beispiel für die Wirkung minimaler aber konstanter Einwirkung. Konsequentes Durchhalten kleiner oder sogar kleinster Schritte ist weit wirkungsvoller als man annehmen möchte. Schon 10 Minuten pro Tag summieren sich zu 3650 Minuten pro Jahr und das sind immerhin 60 Stunden oder ganze 1 ½ Arbeitswochen. Im Gegensatz zu einer einzelnen Gewaltanstrengung fallen diese 10 Minuten aber kaum auf und sind täglich locker unterzubringen.

5/ Durchhalten erlaubt keine Ausnahmen

Das Ziel ist der Aufbau einer Gewohnheit. Gewohnheiten entstehen aber nur dann, wenn sie zu einer fixen Größe unseres Tagesablaufs werden. Ausnahmen passen da nicht gut dazu. Eine Ausnahme bedeutet ja letztlich, dass man anstelle des gewünschten Verhaltens etwas Anderes tut. Und weil unser Gehirn auf jede Kleinigkeit umgehend reagiert, beginnt es sofort damit, dieses andere Verhalten als potentielle Gewohnheit anzulegen. Am nächsten Tag erfordert es dann eine Entscheidung, welchen Weg man einschlägt und schon ist man von seinem Ziel eines stabilen automatischen Ablaufs etwas weiter entfernt.

6/ Technik erleichtert die Konsequenz

Eine einzelne Gewohnheit lässt sich eventuell rein in Gedanken überwachen. Aber sogar das kann schwierig werden, wenn es um mehrere auf den Tag verteilte Schritte geht. Man weiß dann schon sehr bald nicht mehr, wieviel man schon erledigt hat und was jetzt eigentlich noch fehlt. Eine Strichliste wird aber spätestens dann unentbehrlich, wenn man mehr als ein Ziel überwachen möchte. Ich verwende die Gratis-App Goalify™, weil das Handy fast immer dabei ist und ich die automatischen und auf mein persönliches Verhalten abgestimmten Erinnerungen schätze.

Ihr
Manfred Winterheller


Sechs Anregungen zu einem veränderten Verständnis von Führung

Veröffentlicht Juni 17, 2015 | Update 17. Juni 2015

Führung ist ein sehr unterschiedlich verwendeter Begriff. Nur die wenigsten Menschen haben damit positive Erfahrungen gemacht. Dabei sind es in unserer Zeit weniger die Übertreibungen von Führung, sondern eher das weitgehende Fehlen einer solchen, die uns in immer größere Schwierigkeiten bringen. Die folgenden sechs Anregungen sollen Ihnen helfen, Ihr eigenes Verständnis zu hinterfragen und eventuell zu korrigieren.

1/ Führung beginnt bei der eigenen Person

30 Jahre nach dem Erscheinen seines Weltbestsellers „Getting to Yes“ und zahlreicher anderer Bücher über Verhandlungsführung schreibt William Ury in seinem Buch „Getting to Yes with Yourself“, dass er 30 Jahre früher einfach nicht gewusst hat, wie wichtig es für Menschen ist, zuerst mit sich selber ins Reine zu kommen, bevor sie das mit Anderen versuchen. Dasselbe gilt für Führung. Wir können andere Menschen nicht langfristig und erfolgreich führen, wenn wir mit uns selber nicht eins sind. Wir haben dann keine klare Richtung. Wir pendeln in unseren Ansichten hin und her und sind einfach nicht verlässlich genug, um anderen eine solide Stütze sein zu können. Führung fängt daher damit an, sich zu fragen, wer man selber ist, was einem wichtig ist, welche Werte man bereit ist zu verteidigen und welche Regeln man nicht aufgeben wird.

2/ Führung beginnt im eigenen Kopf

Trotz bester Absichten scheitern Menschen immer wieder in den entscheidenden Augenblicken ihres Lebens. Sie wollen ein friedliches Wochenende mit der Familie verbringen und dann passiert irgendeine eigentlich belanglose Kleinigkeit und sie werfen diesen Plan um und stürmen wütend aus dem Raum. Niemand wird in einem Jahr noch wissen, worum es damals eigentlich ging, aber die Konsequenzen dieses Verhaltens werden die Basis des Zusammenlebens ruinieren. Wir haben nicht gelernt, die größeren Zusammenhänge zu berücksichtigen. Wir lassen uns von den eingelernten Mechanismen unserer Vergangenheit durchs Leben führen, als wären wir Ochsen mit einem Nasenring. Wir sind nicht die Herren in unserem eigenen Kopf.

3/ Führung kann und muss man lernen

Immer wieder bekomme ich diese Frage gestellt: kann man Führung überhaupt lernen, braucht man dazu nicht ein spezielles Talent? Dieses Wort hat sich fast unbemerkt zur beliebtesten Ausrede unserer Zeit entwickelt. Wenn ich dann darauf hinweise, dass Talent sich fast ausnahmslos eher als eine Belastung für die betreffenden Menschen herausgestellt hat, dann wirft man mir normalerweise Einzelerscheinungen wie Michael Phelps, den amerikanischen Schwimmerstar hin, dessen große Füße und Hände es ihm erleichtern, den Vortrieb zu erhöhen. Dabei sollte es jedem klar sein: ohne wie ein Besessener zu trainieren, wäre Michael Phelps nur ein Mann mit überdurchschnittlich großen Füßen und Händen. Davon muss es statistisch betrachtet Millionen geben. Es ist ausschließlich harte Arbeit, die den Unterschied ausmacht.

4/ Führung besteht aus einzelnen Fähigkeiten

Führung besteht aus Fähigkeiten, die man lernen kann, wenn man versteht, wo sie herkommen und wie sie wirken. Daran ist nichts Geheimnisvolles und auch nichts Geheimes. Gute Führung verwendet keine Manipulationstechniken, sondern ist ein offen kommunizierter und unverzichtbarer Bestandteil aller erfolgreichen Familien, Abteilungen und Unternehmen. Alle Beteiligten sollten verstehen, wie die einzelnen Teile so zusammenwirken, dass alle davon profitieren. Gute Führung hat immer das Wohl Aller im Auge, denn nur dann, wenn alle profitieren, wird jeder und jede den individuellen Beitrag zum Erfolg mit Freude leisten.

5/ Gute Führung entsteht aus dem schrittweisen Üben der einzelnen Fähigkeiten

Führen ist keine Frage von Begabung, sondern von Ausdauer und Konsequenz. Man muss schrittweise genau das üben, was man noch nicht kann. Das geht nur über Fehler und über die Bereitschaft, anfangs immer wieder mal zu scheitern. Dann passiert etwas Entscheidendes: Gestern konnte man Führen noch nicht und heute kann man es.

6/ Auch das Üben von Führung ist anstrengend und braucht Zeit

Erfolgreiche Menschen bestätigen immer wieder, dass sie heute nichts können, was sie nicht vorher lange geübt haben. Egal ob es Gehen, Radfahren, Zuhören oder Führen ist. Alles hat sich aus kleinen Anfängen entwickelt. Faszinierenderweise sagt uns die Wissenschaft, dass das ein allgemeiner Zusammenhang ist. Menschen machen keine Fehler, weil sie dumm sind, sondern weil sie nicht genug geübt haben. Menschen sind nicht deshalb unfähig zu führen, weil sie unbegabt sind, sondern weil sie es nicht ausreichend geübt haben. Üben geht nicht von heute auf morgen und es erfordert auch keine Revolutionen. Üben ist das Anlegen neuer Gehirnbahnen und das braucht Zeit und Wiederholungen. Besser ist es, Führen jeweils nur zehn Minuten zu üben, das aber täglich, als in einem Anfall von „jetzt reicht es aber endgültig“ das fehlende Üben der letzten Monate gutmachen zu wollen.


Einladung zum Musikabend & Galadinner in Kitzbühel Mai 2015

Veröffentlicht April 15, 2015 | Update 15. April 2015

Wie jedes Jahr gibt es während des Mind-Management-Seminars auch heuer wieder das gemeinsame Galadinner und den anschließenden gemeinsamen Musik-Abend.

Wir laden ehemalige Kitzbühel-Teilnehmer ein, diesen Abend, es ist der

 

Samstag, 16. Mai 2015

 

gemeinsam mit ehemaligen Kollegen und der aktuellen Seminargruppe zu verbringen. Wir möchten damit einen ersten Schritt in Richtung auf eine Alumni-Gruppe (Absolventengruppe) gehen. Der Zusammenhalt zwischen vielen der ehemaligen Kitzbühel-Teilnehmer beeindruckt uns schon seit langem und dieser gemeinsame Abend könnte eine Gelegenheit sein, Kontakte und Erinnerungen wieder aufzufrischen und auch erneut Impulse im eigenen Leben zu setzen.

Wir haben dazu mit dem Hotel vereinbart, dass für das Galadinner und auch für eine anschließende Nächtigung von Samstag auf Sonntag das vergünstigte Seminarangebot gilt.

  • Für das Dinner und eine allfällige Nächtigung wenden Sie sich bitte direkt an das Schloßhotel Lebenberg.
  • Für die Anmeldung zum Musikabend verwenden Sie bitte unser Kontaktformular unter start-living.com/kontakt, die Teilnahme ist kostenlos.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!


Sechs Anregungen zu einem veränderten Verständnis von Erfolg

Veröffentlicht | Update 15. April 2015

Erfolg ist ein schillernder Begriff. Für viele ist er die ultimative Nagelprobe, ob man im Leben zu etwas taugt und für andere ist er die schlimmste Geißel der Menschheit und die konsequente Verweigerung jeder Leistung der einzige Weg zu wahrer Lebensqualität. Meine rund 30 Jahre in der Arbeit als Unternehmer und Coach haben mir einen Weg gezeigt, der diese Auswüchse vermeidet und zu einer intensiven Wahrnehmung der Möglichkeiten des Lebens führt. Die folgenden sechs Anregungen haben das Potential, wirkliche Änderungen zu ermöglichen. Allerdings nur dann, wenn Sie sich an die Umsetzung machen. Bloßes Lesen führt zu bloßem Smalltalk.

1/ Ohne Mut geht gar nichts

Wenn eine Yacht in einer Bucht ankert und eine zweite läuft in die Bucht ein, dann kommt es zu einem merkwürdigen Phänomen. Die zweite wird mit größter Wahrscheinlichkeit in der Nähe der ersten einen Ankerplatz suchen. Das ist eigentümlich, weil es ja keinerlei Hinweise darauf gibt, dass der Skipper der ersten Yacht sein Handwerk versteht und er darum einen tatsächlich optimalen Platz ausgesucht hat. Außerdem ist es im Ernstfall sicherer, wenn man in möglichst großer Entfernung von anderen Booten ankert, um bei Sturm nicht miteinander zu kollidieren. Genauso geht es mit jedem Erfolg im Leben, egal in welchem Bereich. Sich daran zu orientieren, wo sich die Masse der Menschen aufhält, ist der sicherste Weg zu nur durchschnittlichen Ergebnissen. Der Mut, den eigenen Platz im Leben zu suchen, ist die erste und unverzichtbare Voraussetzung für jede Erfolg.

2/ Mutige Entscheidungen werden immer belohnt

Vor Jahren fragte mich einmal eine junge Dame um Rat bei einer größeren Investition. Sie wusste eigentlich schon genau, was zu tun war, aber sie konnte sich nicht endgültig entscheiden, weil sie Angst hatte, es später einmal zu bereuen, sich nicht anders entschieden zu haben. Als sie begriff, dass das für jede der Alternativen gelten würde, war es auf einmal nicht mehr schwer und sie konnte sich entscheiden. Die größte Schwierigkeit beim Entscheiden ist offenbar nicht das „Ja“-Sagen zu einer Alternative, sondern das „Nein“-Sagen zu allen anderen Möglichkeiten. Dadurch schwankt man permanent von einer Seite zur anderen und immer, wenn man fast klar ist im Kopf, kommt wieder die Stimme, die einen verunsichert und zu einer anderen Alternative rät. Nur durch eine mutige Entscheidung kann man diesen Stillstand beenden. Danach ist der Kopf frei und die Kräfte des Lebens können sich um die weiteren Schritte kümmern.

3/ Im Zweifel tun Sie immer das, was anständig ist

Statt auf die gegebenen 10 Euro gibt Ihnen der Kassierer an der Kasse des Supermarktes auf 20 Euro heraus. Sie verursachen einen Parkschaden, aber soweit sie sehen können, ist niemand in der Nähe, der es gesehen hat. Ein zufälliger Bekannter erzählt Ihnen, wie er jüngst durch einen völlig sicheren Versicherungsbetrug ein paar tausend Euro nebenbei gemacht hat. Geben Sie der Stimme Ihres ego nicht nach, die sie verführen will, es ebenso zu machen oder die 10 Euro an der Kasse mitgehen zu lassen und den Parkschaden zu verschweigen. Auch wenn es sonst niemand jemals erfahren wird, so gibt es doch einen entscheidenden Mitwisser: sie selbst. Sie werden das Wichtigste verlieren, was Sie besitzen, Ihre Selbstachtung. Diese scheinbar so leicht gewonnenen Beträge werden sie dadurch tausendfach verlieren oder tausendfach gar nie in die Hand bekommen. Es zahlt sich schlichtweg nicht aus, unanständig zu handeln und es ist die beste Investition in eine erfolgreiche Zukunft, wenn sie das tun, was sich richtig anfühlt.

4/ Glauben Sie nicht an den schnellen, sicheren und einfachen Weg

Magazine und Internet sind voll von Versprechungen über Wahnsinnsjobs, in denen Sie risikolos Millionen machen können, natürlich von zuhause aus und natürlich mit wenigen Stunden Arbeit pro Woche. Immer wieder hört man von Menschen, die tatsächlich daran geglaubt haben, dass sie Millionen geschenkt bekommen, wenn sie zuerst einmal eine vergleichbar geringe, objektiv gesehen aber durchaus bedeutende Summe von einigen zigtausend Euro irgendwohin überweisen. Alles was Sie erreichen werden, sind verlorene Anfangsinvestitionen und das unschöne Gefühl, wieder einmal hereingefallen zu sein. Niemand hat es je weit gebracht, ohne hart daran zu arbeiten. Akzeptieren Sie diese simple Tatsache, rechnen Sie mit harten Anfangsjahren, seien Sie bereit, äußeren Widerständen und den schlimmsten von allen Feinden, ihren eigenen Ängsten und Zweifeln Aug in Aug gegenüberzustehen und dennoch nicht aufzugeben. Dann ist der Erfolg wesentlich sicherer und schneller als mit allen Hochglanzversprechungen.

5/ Umgeben Sie sich mit Freunden, indem Sie sich selber als solcher erweisen

Eine Stunde pro Woche mit einem konstruktiven und ehrlichen Freund kann Ihre Welt auf unglaubliche Weise verändern. Diese Stunde kann Ihre Weltsicht verändern, kann Ihr Selbstbewusstsein aufrichten und Ihren Glauben an das Gute im Leben wiederherstellen. Sie brauchen keine Ja-Sager und Bewunderer Ihrer Ideen. Sie brauchen aber auch keine Pessimisten und Miesepeter, die alles zu Tode reden. Sie brauchen Menschen, die an Ihrem Wohlergehen interessiert sind und dazu auch bereit sind, Ihnen zu widersprechen und die im Interesse Ihres oder eines gemeinsamen Erfolges auch Konflikten nicht ausweichen. Solche Menschen finden Sie am leichtesten, wenn Sie selber sich so verhalten. Gleich und gleich gesellt sich gern.

6/ Seien Sie jeden Tag dankbar

Wenn Sie die Kunst der Dankbarkeit nicht pflegen, dann wird Sie kein Erfolg der Welt je zufriedenstellen. Es ist erschreckend naiv, wenn Sie denken, erst dann dankbar zu sein, wenn Sie es geschafft haben. Dieser Punkt wird nie kommen, denn dieser Punkt entsteht umgekehrt. Erkennen Sie zuerst, wie privilegiert Sie heute schon sind. Nur dann werden Sie innerlich dazu imstande sein, auch mehr Erfolg zu genießen. Woher ich weiß, dass Sie privilegiert sind? Sie sind es allein schon deshalb, weil Sie imstande sind, diese Zeilen zu lesen. Für Milliarden Menschen auf dieser Welt ist das ein unerfüllbarer Wunschtraum. Diese Menschen haben keinen Zugang zu einem Computer, Sie besitzen keine Emailadresse, Sie sind nicht gebildet, waren nicht einmal in einer Schule. In was für einer Gnade leben wir verglichen damit. Denken Sie jetzt nicht, dass Sie persönlich irgendetwas dazu beigetragen haben. Wären Sie wenige tausend Kilometer woanders geboren worden, könnten Sie derselbe Mensch sein und hätten dennoch heute kein Frühstück gehabt und wären vielleicht nicht sicher, ob Sie und die Ihren den heutigen Abend erleben werden. Wenn Sie dafür keine Dankbarkeit empfinden können, auch jetzt nicht, wo ich Sie darauf aufmerksam gemacht habe, dann haben Sie ihre Zeit beim Lesen dieser sechs Anregungen vergeudet. Wenn Sie diese Zeilen zumindest ansatzweise verstehen können, dann sind Sie auf einem guten Weg.


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