Vertrauen

Liebe Freunde!

Nun sind ja wieder einige Tage vorüber seit der Veranstaltung in Klagenfurt.
Für viele ist nun der “erste Kick” vorüber. Der Alltag fängt an uns wieder - wie sagt man so schön - auf den Boden zu holen.
Wir bemerken nun, dass es an der Zeit wäre uns zu ändern. In welche Richtung ist bei jedem von uns verschieden. Energievampir, Freund, Beharrlichkeit, Vertrauen, Mut … um nur ein paar Worte in Erinnerung zu rufen.
Der soziale Leim fängt an wieder zu kleben.
Aber wieso kann es für einige von uns so schwer sein sich zu verändern und los zu lassen?
Ich habe für mich persönlich vielleicht eine Erklärung gefunden.
Auch wenn manche Dinge mir nicht ideal erscheinen wie sie sind und ich sie wirklich gerne anders hätte fällt es mir so oft schwer was daran zu verändern. Wieso? Ich habe mich einfach daran gewöhnt. Ich kann mit dem Meisten so wie es ist umgehen und bin damit vertraut. Wenn ich nun etwas ändere ist es wieder neu für mich. Auch mich plagen Gedanken wie: was ist, wenn es dann doch nicht so ist wie ich es mir vorgestellt habe? Werden andere mit mir den Weg gehen?
Doch in Wirklichkeit weiß ich vielleicht nun, was mir wirklich Angst bereitet: mein Vertrauen, welches mir scheinbar zwischendurch immer wieder abhanden kommt.
Da beruhigt mich, dass ich schon oft zu hören bekommen habe, dass auch wenn ich scheinbar nicht vertraue, das Leben TROTZDEM auf mich schaut. In mir drinnen mag ich das manchmal auch nicht glauben. Wieder das tolle: TROTZDEM schaut es auf mich.
Was macht nun den Unterschied, ob ich Vertrauen habe oder nicht? Ganz einfach: ich würde besser schlafen und könnte das was im Moment ist wahrnehmen. Ich könnte die verschiedenen Möglichkeiten erkennen die jeder Moment mit sich bringt und erkennen: ICH alleine bin es die entscheidet, wie ich die Dinge wahrnehmen möchte.

Somit habe ich beschlossen heute wieder in die nächste Runde zu gehen. Ich habe mit dem An-mir-arbeiten sowieso schon begonnen - da kann ich weitermachen auch gleich.
Aber das mach ich lieber nicht alleine, sondern hole mir Unterstützung von Brian Adams und dann denke ich an die Kraft und den Mut die ich erst vor kurzem in Klagenfurt gespürt habe und weiß somit: es ist da. Es ist bereits alles in mir. Das Vertrauen, der Mut, die Energie, die Beharrlichkeit - ich sollte einfach aufhören mir selbst im Wege zu stehen.

Eure
Cornelia

Klagenfurt 2009

Am Freitag dem 05.Juni 2009 war es wieder soweit.

Die jährliche Veranstaltung auf der Universität in Klagenfurt ging in die nächste Runde. Zwei Tage mit Manfred Winterheller waren vor uns. Der Titel: “Wirksame Führung und Kommunikation in Krisenzeiten”

Das Zitat von Manfred Winterheller: “Wenn die richtigen Menschen in der richtigen Stimmung zusammen arbeiten, dann sind die Ergebnisse im positivsten Sinne unvorhersehbar” begleitete diese Veranstaltung.

Diese zwei Tage zusammenzufassen wird mir jetzt nicht ganz so leicht fallen. Für viele die mit dabei waren hoffentlich verständlich. Wie beschreibt man eine Stimmung in der es das Wort Krise nicht mehr gibt? Wo in einem anstelle von Angst und Sorgen Mut und Vertrauen wachsen? Ein voller Hörsaal mit 500 verschiedenen Menschen. Jeder kommt von woanders und erwartet etwas anderes. Und doch hat am Schluss fast jeder das gleiche Ziel und Gefühl in sich. Ziel: das zu erreichen was man möchte. Gefühl: es ist machbar. Jetzt mit sich selbst Frieden schließen zu können. Sich selbst von Schuldgefühlen befreien und zu wissen, den Weg zum Glück geht man selbst. Sich selbst ein FREUND werden.

In Zeiten wie man sie jetzt wahrnimmt, kann das Gefühl aufkommen, dass das Leben eine Berg- und Talfahrt ist. Die einzige Hoffnung die man hat ist die, dass es einen nicht aus dem Wagen wirft - das Gefühl sich am Abgrund auf  zu halten.

In diesen zwei Tagen auf der Universität kam eine Kraft und Energie zustande, die einem den Gedanken erlaubte, mit dem ständigen „Sich-Sorgen-machen“ aufzuhören. Und vielleicht erstmals die Frage von Einstein:”liebt mich das Leben?” für sich mit JA beantworten zu können.

Doch eine gute Möglichkeit, den 05.+06.Juni zu beschreiben, können die  Worte von den Beach Boys sein:

Well its been building up inside of me
For oh I don’t know how long
I don’t know why
But I keep thinking
Something’s bound to go wrong

But she looks in my eyes
And makes me realize
And she says “Don’t worry baby”
Don’t worry baby
Don’t worry baby
Everything will turn out alright


Und jetzt muss ich Fenster, Rollos und Türen schließen, da ich mir mit folgendem Lied
den Mut hole um ICH sein zu können. Beruhigend zu wissen, dass ich von 500 Personen nicht die Einzige sein werde.

Ihre

Cornelia Winterheller